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	<title>Friesen-Welt &#187; Viehtrieb Liebenau 2009</title>
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	<description>Friesenpferde - Die schwarzen Perlen Frieslands</description>
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		<title>Viehtrieb Liebnau 2009</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 12:52:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Viehtrieb Liebenau]]></category>
		<category><![CDATA[Viehtrieb Liebenau 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[Reges Treiben auf dem Hof der "Landwirtschaft Landleben" in Liebenau. Am Samstag den 31. Oktober findet hier zum zweitenmal ein einzigartiger Event im Bodenseekreis statt. Denn es werde die Rinder von der Sommerweide in den heimischen Stall zur&#252;ck getrieben. Und das auf dem ganz klassischen Weg mit Pferden.]]></description>
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<p><!--adsense250-->Im Minutentakt kommen auf dem Hof der Stiftung<strong> Liebenau</strong> in Meckenbeuren-<strong>Liebenau</strong> Pferdeh&#228;nger an. Menschen in kompletter Cowboy-Montur sind unterwegs: Stiefel, Caps, langer Wachsregenmantel und Cowboyhut, jedoch keine finsteren Blicke und keine rauchenden Colts – und zum Mittagsduell oder High Noon ist es noch zwei Stunden zu fr&#252;h. Einen Moment f&#252;hlt ich mich in den Wilden Westen versetzt. Doch der moderne Cowboy ist heutzutage mit Sprechfunk und Handy „bewaffnet“.</p>
<p>Was ist hier nur los? „Wir treiben dieses Jahr zum zweitenmal unsere Rinder von der Sommerweide aus Rosenharz hierher zum &#220;berwintern in den Stall“, erkl&#228;rt J&#252;rgen Ardelt, Leiter der Landwirtschaft des „Liebenauer Landlebens“. 65 K&#252;he, ein Bulle und 35 Jungtiere warten auf ihren Abtrieb. „F&#252;r die Rinder ist es wesentlich stressfreier, als sie an einem Tag auf der Weide in kleine Gruppen einfangen zu m&#252;ssen, zu verladen und hier nach <strong>Liebenau</strong> in den Stall zu bringen.“ Mittlerweile ist die Gruppe von rund 25 Reiter und mindestens ebenso viele <em>Treiber</em>, auch gerne Fu&#223;volk genannt, um uns versammelt. J&#252;rgen Ardelt weiter: „In diesem Zusammenhang kommt der Spa&#223; f&#252;r die Reiter nat&#252;rlich nicht zu kurz. Oder wo hat man die Chance, in Deutschland bei einem berittenen <strong>Viehtreck</strong> mitzumachen?“ Ein Mitarbeiter der Stiftung <strong>Liebenau</strong>, Stefan Arnegger: &#8221; Wer nun meint wir reiten hier einfach nur in paar Rindern hinterher hat sich anst&#228;ndig get&#228;uscht. Denn das ist wirklich richtig Arbeit.&#8221;</p>
<p>Unterst&#252;tzt werden die Reiter in <strong>Liebenau</strong> vom schw&#228;bischen Cowboy Willi Wolf. Er h&#228;lt in Steinhilben auf der Schw&#228;bischen Alb B&#252;ffel, die er bereits seit Jahren mit Pferden von Weide zu Weide treibt. Nach einer kurzen Lagebesprechung bricht auf dem Libenauer Hof kontrollierte Hektik aus. Zeitgleich werden viele Pferdeh&#228;nger ge&#246;ffnet. Die Pferde werden herausgef&#252;hrt, gesattelt und aufgetrenst.</p>
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<p>Trotz regen Treibens bleiben Reiter und Tiere gelassen. Bei vielen Reitern ist ein verschmitztes L&#228;cheln zu beobachten. Denn schlie&#223;lich geht es gleich richtig los. Nachdem fast alle Reiter aufgesessen sind und fest im Sattel sitzen. Bewegt sich der ganze Tross aus Pferden und einer Kutsche sowie diversen Begleitfahrzeugen mit Viehh&#228;ngern langsam in Bewegung. Ich selbst nehme in einer der Begleitfahrzeuge Platz. Leider ist es mir dieses Jahr noch verg&#246;nnt mit zu reiten. Wir fahren auf der Strasse etwas voraus und warten an einem abgemachten Sammelpunkt in Richtung des kleinen &#214;rtchens Rosenharz.</p>
<p>Eine gute halbe Stunde sp&#228;ter sehe ich die ersten Pferde und Reiter &#252;ber die H&#252;gel Kuppe kommen. Der Ausritt bis zu diesem Zeitpunkt verl&#228;uft ohne zwischen F&#228;lle. Kurz vor Ankunft in Rosenharz gehen mit einigen der Jungs – auch ein paar M&#228;dels sind darunter – sprichw&#246;rtlich „die G&#228;ule durch“. In John-Wayne-Manier fetzen sie in einem gestreckten Galopp &#252;ber die abgeernteten &#196;cker.</p>
<p>Durch die Scheiben des Begleitfahrzeug ist zu sehen das einer der Reiter die sprichw&#246;rtliche Ruhe in diesem ganzen Trubel bewahrt – das ist der schw&#228;bische Cowboy Willi Wolf. Zum einen schont er die Kr&#228;fte seinens Pferde und sondiert dabei die Umgebung. Um so auf jegliche &#220;berraschung die kommen k&#246;nnte vorberietet zu seine. Denn einen Satz wurde mir zu Anfang gleich eingetrichert. &#8220;Die Herde sucht sich ihren Weg!&#8221; </p>
<p>Ein Jahr ist es nun her, dass die Rinder zum ersten Mal von Rosenharz &#252;ber Tennenmoos nach <strong>Liebenau</strong> getrieben wurden. Auch in diesem Jahr beobachten die Rinder neugierig das Treiben mit den vielen Pferden vor ihrer Weide. Als die Rinder aus iher weide getrieben werden, sollte sich der oben genannte Satz bewahrheiten. Die Herde sucht sich Iren Weg! Anfangs sind die Rinder in ihren heimischen Gefilden noch Herr der Lage und tricksen die Reiter aus: Wie an einer Schnur gezogen, biegen sie einfach auf eine andere Weide ab. Ich und ein paar wenige Zaung&#228;ste k&#246;nnen uns dar&#252;ber nat&#252;rlich nur k&#246;stlich am&#252;sieren. Doch Willi Wolf und die Reiter aus Liebenau haben die Situation schnell wieder unter Kontrolle und die Rinder haben f&#252;r den <strong>Viehtrieb Liebenau 2009</strong> nun den richtigen Weg eingeschlagen.</p>
<p>Bis zu diesem Zeitpunkt verl&#228;uft alles nach Plan. Doch dann ist pl&#246;tzlich Hektik angesagt. Ein Rind hat sich in den am Weg entlang f&#252;hrenden Bach verirrt. Alle packen mit an und versuchen, das Tier aus dem Bach zu treiben. Doch das Rind fl&#252;chtet sich auf die andere Seite des Baches. Ein sofortiges herran kommen ist nicht m&#246;glich da der Bach zu breit zum &#252;berspringen ist. Hilfe naht durch einen Reiter der Gruppe der einige 100 Meter den Bach &#252;berquert hat. Er treibt das Rind zur&#252;ck zur <em>Herde</em>.</p>
<p>Keine zehn Minuten sp&#228;ter landet erneut ein Rind im Bach. jedoch l&#228;uft es diesesmal nicht alles so glimpflich ab. Das Tier bleibt, nat&#252;rlich wieder auf der andern Seite des Bachufers, im Morast stecken. Da allerdings einige Meter weiter nur einen Br&#252;cke ist k&#246;nnen wir recht schnell bei dem Rind sein und ihm mit vereinten Kr&#228;ften helfen. Doch selbst der Versuch, es mit Hilfe von zwei angespannten Kutschpferden aus dem Morast zu ziehen, scheitert. Das aufgeregte Tier muss zun&#228;chst einaml neue Kr&#228;fte sammeln. Eine gute Viertelstunde sp&#228;ter schafft es auch dieses Rind wieder zur&#252;ck zu seiner Herde.</p>
<p>Mittlerweile hat der Tross die Ortschaft Tennenmoos erreicht. Dieses Jahr l&#228;&#223;t der <strong>Viehtrieb</strong> die kleine Ortschaft links liegen. Nach einer kurzen Pause geht es weiter in Richtung Kieswerk in Liebenau. Bis auf ein paar Nachz&#252;gler verl&#228;uft alles nach Plan.</p>
<p>Doch dann der Eklat: Kurz vor Ende des Abtriebs splittet sich die <em>Viehherde</em>. Oberhalb des Kieswerks versuchen einige Rinder, eine Abk&#252;rzung durch ein extremes Dickicht zu nehmen. Die Reiter und das Fu&#223;volk haben alle H&#228;nde voll zu tun. Ein Durchkommen von Pferd und Reiter ist hier nicht mehr m&#246;glich. Jetzt hei&#223;t es absitzen und zu Fu&#223; weiter durchs das Geb&#252;sch. Kurz vor Schluss der erste Unfall: Ein Pferd kommt einem Rind zu nahe und wird durch ein Horn verletzt. Sofort ist Tierarzt Hubert Baumann zur Stelle. Das Tier wird noch vor Ort in Liebenau unter Narkose mit einigen Stichen gen&#228;ht. Nach einigen Stunden ist alles wieder in Ordnung.</p>
<p>Fast alle Rinder konnten dank beherzten Eingreifens einiger Reiter endg&#252;ltig in Richtung <strong>Liebenau</strong> getrieben werden. Die letzten Tiere widersetzen sich jedoch beharrlich den Treibern. Mit einiger Versp&#228;tung gelingt es den Helfern, die letzten Rinder einzufangen. Zur Belohnung gib es f&#252;r alle Beteiligten eine warme Mahlzeit. Weil die Aktion bei den Teilnehmern so gut ankam, soll es eine Wiederholung geben.</p>
<p>Somit geht f&#252;r mich auch ein Tag fast wie im Wilden Westen zu Ende. Zu Anfang fuhr ich noch mit einem Begeleitfahrzeug mit. Das von mir zum guten Schlu&#223; doch noch gegen ein Pferd, ein Pony ausgetauscht wurde. Denn kurzerhand wurde aus mir ein Pferdef&#252;hrer gemacht. Denn dank dem zuvor beschriebenen Dickicht waren mehr Treiber gefragt als das zu Verf&#252;gung standen. Doch in diesem Zusammenhang wurde die Berichterstatter einfach einwenig zur&#252;ckgeschraubt. Denn das Wohl der Tiere geht hier vor.</p>
<p>Eins ist sicher: Das n&#228;chstemal werde ich wieder mit dabei sein; doch dann auf dem R&#252;cken eines Pferdes, denn bekanntlich liegt dort das Gl&#252;ck der Erde. Das konnte man bei allen Reitern die zur&#252;ck kamen ansehen, die zwar alle matt schienen, dennoch mit strahlenden Augen und einem zufriedenen L&#228;cheln auf dem <strong>Liebenauer</strong> Hof eintraffen. Freuen wir uns auf ein Wiedersehen 2010 zum n&#228;chste <strong>Liebenauer Viehtrieb</strong>.</p>
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