Gangataxie bei Pferden

Ataxie kann beim Pferd genauso auftreten wie beim Menschen. Dies äußert sich beim Pferd durch unregelmäßiges Gangbild, wie beispielsweise, Zwischenschritte oder Störungen im gesamten Bewegungsablauf.

Dieses Erscheinungsbild wird hervorgerufen durch eine Dysharmonie der Muskeln. Die Agonisten und Antagonisten behindern sich und dadurch entsteht die Störung im Bewegungsablauf.

Ursache: Die Störung liegt im ZNS (Zentralen Nervensystem)

Zerebrale Ataxie:

Hierbei liegt die Ursache der Ausfallerscheinungen im Gehirn (Groß-, Zwischen & Mittelhirn). Die jeweilig genau definierten Symptome sind sehr unterschiedlich je nach Lage der Läsion.

Die Symptome reichen von:

  • Depressionen
  • Lethargie
  • Epileptische ausfälle
  • Gleichgewichtsstrung
  • Sensomotorische Störungen

Bei einer Zerebralen Ataxie sind auch die Funktionen des Kleinhirns beeinflusst. Dies führt dann zu motorischen Störungen wie hyper/hypotonus sowie Störungen des Gleichgewichts. Diese degenerativen Veränderungen im Gehirn können durch angeborene Missbildungen, Viren, Entzündungen oder durch Tumore wie auch Bakterielle Infektionen jedoch auch durch wandernde Parasitlarven hervorgerufen werden.

Spinale Ataxie

Sie ist die häufigste Form beim Pferd und deutet auf eine Läsion im Rückenmark insbesondere im Bereich der Halswirbel hin. Das bekannteste Syndrom ist das “Wobbler Syndrom” Es kommt sehr häufig bei Fohlen, vor allem bei Hengsten vor.

Hervorgerufen wird es vor allem durch Quetschungen und Stauchungen des Rückenmarks. Schon leichte Einbussen nahen schwere Folgen im Gangbild. Die Ataxie zeigt sich je nach Lage der Läsion am Rückenmark. Meist jedoch betrifft es die Hinterhand die von der Ataxie betroffen ist.

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